16. Dezember 2011

Metallreinigung in der Ökoregion

Gaugl Metallhandel eröffnet neuen Standort mit MeWa-Technologie

Die Steiermark ist um ein weiteres großes Umweltprojekt reicher: In der Ökoregion Kaindorf wurde nun der neue, 22.000 qm große Firmenstandort der Gaugl Metallhandel GmbH mit einem zünftigen Fest eröffnet. Das Unternehmen kann mit der neuen MeWa-Technologie optimal auf die Materialvielfalt reagieren und nun als Sortier- und Aufbereitungsbetrieb für Altmetalle am Markt auftreten.

 

Der Umweltgedanke spielt in Österreich seit jeher eine große Rolle. Dies zeigt sich nicht nur in der Anti-Atom-Haltung der österreichischen Bevölkerung, sondern auch in der Umsetzung vieler innovativer Umweltprojekte, wie zum Beispiel der Einführung der biologisch abbaubaren Plastiktüte.

 

Einen Schritt weiter gehen sechs Gemeinden in der Oststeiermark, die sich im Jahr 2007 zur „Ökoregion Kaindorf“ zusammengeschlossen haben. Die Ökoregion Kaindorf betreibt eine ökologische Kreislaufwirtschaft und versorgt sich durch erneuerbare Energien weitgehend selbst. Sie möchte dadurch innerhalb kurzer Zeit zur Vorbildregion für das ganze Land werden. Bis 2020 wird CO2-Neutralität angestrebt. Jeder einzelne Bürger wird dabei mit ins Boot geholt und kann so seinen Beitrag zum angestrebten Ziel leisten. Dies soll die ganze Region nicht nur ökologisch nach vorne bringen, sondern auch wirtschaftlich zum Aufschwung verhelfen. Die Firma Gaugl Metallhandel GmbH hat nun bewusst in dieser Region in einen neuen Standort investiert.

 

1972 als Einzelunternehmen im Bereich der Altautoverwertung gestartet, baute die Firma Gaugl ihr Leistungsportfolio kontinuierlich aus. Im Laufe der Jahre entstanden so die beiden Kerngeschäfte Kfz-Werkstatt für Nutzfahrzeuge sowie die Gaugl Metallhandel GmbH.

 

Dieses Unternehmen, das den größten Teil des Gesamtumsatzes der Gaugl Holding erwirtschaftet, sammelt Metallabfälle aus den Bereichen Produktion, Bau und Haushalt sowie metallhaltige Verbundmaterialien, Gewerbeabfälle, Altholz, Altreifen und Altautos.

 

Aufgrund von Expansion, einem gestiegenen Auftragsvolumen in den vergangenen Jahren sowie dem wachsenden Umweltbewusstsein entstand innerhalb von nur sechs Monaten ein neuer Firmenstandort mit mehr Platz und einer modernen Anlagentechnologie. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach sowie das Büro-Passivhaus zeigen, dass der Gaugl Metallhandel GmbH viel am Umweltgedanken der Region liegt. Bis zu einem Drittel des Eigenstrombedarfs können selbst und vor allem „grün“ produziert werden. Für das gesamte Projekt nahm die Firma 7,2 Millionen Euro in die Hand und investierte in ein österreichweit völlig neues Anlagenkonzept.

 

Die Gaugl Metallhandel GmbH hat nun zwei unterschiedliche Vorbehandlungsverfahren zur Auswahl. Je nach Materialzusammensetzung kann damit das optimale Verfahren angewendet werden.

 

Egal, welche Linie zur Zerkleinerung des Materials eingesetzt wird, verantwortlich ist stets eine MeWa-Maschine. Handelt es sich bei dem Material um Alu-/Fe-Seile, Stahldraht, Alu-/Kunststoff-Profile oder Spuckstoffzöpfe aus der Papierindustrie, zeigt die Rotorschere UC 130 Biss und zerkleinert das Material auf eine für den nachgeschalteten Prozess optimale Größe. Ein Granulator UG 1600 MSL zerkleinert das Material schließlich bis auf 30 mm weiter.

 

Die zweite Linie wird von einem Querstromzerspaner QZ 1600 bestimmt. Beim Material handelt es sich vorwiegend um eine gemischte, verunreinigte Schrottfraktion, die in diesem Zustand praktisch wertlos ist. Der QZ von MeWa mit seinen rotierenden Ketten sorgt dafür, dass die Materialverbunde innerhalb weniger Sekunden aufbrechen. Die einzelnen Fraktionen wie zum Beispiel Eisen, Aluminium, Kupfer, Kunststoffe und Textilien werden voneinander gelöst und ausgetragen. Nachfolgende Siebe und Fe-Separatoren haben jetzt leichtes Spiel.

 

Beide Linien treffen sich schließlich zur abschließenden Reinigung auf einem Sammelband. Dort holt ein Trommelmagnet übrig gebliebene Metallteile heraus. Im letzten Schritt trennt ein Nicht-Eisen-Separator das Aluminium und Kupfer von der Restfraktion ab. Die Fraktionen liegen am Ende in hoher Reinheit vor und können zu einem guten Preis an stoffliche Verwerter weiterverkauft werden. Daher hat sich der Querstromzerspaner nun auch in Österreich einen Namen als Metallreinigungsprofi gemacht.

 

„Traditionell steirisch“ wurde der neue Standort mit einem zünftigen Fest eröffnet. Bei zahlreichen Führungen für Politik, Presse und vielen weiteren geladenen Gästen entwickelten sich die MeWa-Maschinen Rotorschere, Granulator und Querstromzerspaner schnell zu den absoluten Stars der Veranstaltung.

 

Die neue Recyclinganlage ist für die Ökoregion Kaindorf eine zusätzliche Bereicherung, da sie einen Vorbildcharakter für das ganze Land hat. Und genau das war das ausgeschriebene Ziel des Projekts.

 

 

 

    Pressekontakt:

 

       Harald Pandl

     Tel. 0049-(0)7056-925-191

     Fax 0049-(0)7056-925-169

 

Harald.Pandl@mewa-
recycling.com

 

 

 

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