28. Juni 2011

Echte Pionierarbeit in Bosnien und Herzegowina

Obwohl die Recyclingwirtschaft in Bosnien und Herzegowina noch in den Kinderschuhen steckt, hat ein Unternehmen aus der Stadt Srebrenik jetzt die Initiative übernommen: Die erste Recyclinganlage des Landes nach modernen Standards hat ihren Betrieb aufgenommen. Als Technologiepartner setzt die Firma Oil Metal auf MeWa.

 

Bereits seit einigen Wochen wachsen die Materialberge auf dem Gelände der Firma Oil Metal in Srebrenik stetig an. In einem Teil stapeln sich Altreifen, gepresste Autowracks werden an einer anderen Stelle angeliefert und auch Stoßstangen, Armaturenbretter, Autositze und Kabelbäume nimmt der Betrieb an.

 

Dass in Bosnien und Herzegowina die Abfallströme gezielt gesammelt und einem Verwertungsbetrieb zugeführt werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil. Zeitgemäße Recyclingzentren sind in der jungen Republik noch nicht vorhanden. Hohe Rohstoffpreise und die Gesetzgebungen der EU haben jedoch dazu geführt, dass sich mittlerweile unterschiedliche Gruppen mit dem Thema Recycling befassen.

 

Dazu gehört die Firma Oil Metal mit Sitz in der nördlich gelegenen Stadt Srebrenik. Anstatt länger zu diskutieren wurde jetzt gehandelt. Das Unternehmen hat die Chance der Sekundär-Rohstoffwirtschaft erkannt und kürzlich das erste zeitgemäße Recyclingzentrum in der seit 1992 unabhängigen Republik Bosnien-Herzegowina eröffnet.

 

In der neuen Aufbereitungsanlage hat MeWa in einer ersten Ausbaustufe eine schlüsselfertige Vor- und Nachzerkleinerung mit Trenntechnik installiert. Zunächst werden Altreifen, Autositze, Stoßstangen und sonstigen Verbunde in einer MeWa-Rotorschere UC 150 vorzerkleinert und anschließend mit einer UG 1000 MSL auf die gewünschten Korngrößen granuliert. Mit der nachfolgenden Trenntechnik können Eisen-, Nichteisenmetalle und Kunststoffe separiert werden.

 

In einer zweiten Ausbaustufe werden in Kürze MeWa-Schneidmühlen in die ehemalige jugoslawische Teilrepublik geliefert. Damit bereitet Oil Metal Kabelabfälle und Reifengranulate weiter auf. Letztere werden in einem abschließenden Schritt zu einem aktiven Gummifeinmehl (ActiMeWa) weiter veredelt. Dazu liefert MeWa eine komplette Feinvermahlungs-Linie nach Srebrenik.

 

Auf 2.000 m² ist so in Bosnien und Herzegowina eine Musteranlage für Automobilabfälle entstanden. Die zurück gewonnen Rohstoffe kann Oil Metal über die eigene Kanäle wieder in den Markt zurück führen. Die Firmengruppe ist in allen Staaten des ehemaligen Jugoslawien aktiv, unter anderem mit einer weitverzweigten Logistiksparte. Diese Konstellation nutzt das Unternehmen nun für Sammlung und Transport der Eingangs- und Ausgangsmaterialien: Echte Pionierarbeit im Sinne des Technologiepartners MeWa.

 

 

 

    Pressekontakt:

 

       Harald Pandl

     Tel. 0049-(0)7056-925-191

     Fax 0049-(0)7056-925-169

 

Harald.Pandl@mewa-
recycling.com

 

 

 

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