18. August 2010

"Urban Mining" in Polen

MeWa erstellt größte E-Schrott-Aufbereitung in Polen

 

In Polen hat ein traditionelles Bergbau-Unternehmen die Chance des Recyclings erkannt und in ein neues Geschäftsfeld investiert: Elektronikschrott-Aufbereitung. Dass als Standort für die hochautomatisierte MeWa-Anlage eine stillgelegte Kupfermine im niederschlesischen Lubin auserkoren wurde, ist fast schon selbstverständlich. Das in den Elektromotoren und Kabeln enthaltene Kupfer gehört schließlich zum Kerngeschäft eines Bergbauunternehmens.

 

In einer europaweiten Ausschreibung hatte sich das Unternehmen aus Niederschlesien für die fortschrittlichste, auf dem Markt verfügbare Technologie entschieden. Das polnische Unternehmen Budmax war für die Errichtung der Gebäude und der Infrastruktur sowie für das umfangreiche Genehmigungsverfahren verantwortlich. Die Technologie der kompletten Aufbereitungsanlage lieferte MeWa schlüsselfertig an die polnischen Partner. Kürzlich konnte die Anlage bei Lubin ihren Betrieb aufnehmen.

 

Das Herzstück der Anlage bildet der patentierte Querstromzerspaner QZ 2000 mit einer geplanten Durchsatzleistung von 12.000 Tonnen pro Jahr im Einschichtbetrieb. Zunächst werden umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe aus dem eingehenden Materialstrom entfernt. Ebenso Monitore und TV-Geräte. Die vorsortierten Geräte werden dann in den MeWa-Querstromzerspaner aufgegeben. Innerhalb weniger Sekunden schließt die Maschine mit ihrem Kettenprinzip die Materialverbunde auf und legt die einzelnen Bauteile frei.

 

Über einen Auslassschieber gibt der QZ das zerkleinerte Material an die nachfolgenden Trenn- und Sortierprozesse ab. Ein Vibrationsförderer siebt anschließend die Feinteile ab und ein Magnetabscheider holt die Eisenteile aus dem Materialstrom. Die verbliebene Fraktion durchläuft eine automatische Kunststofftrennung, bei der PVC-haltige Teile sowie verschiedene Arten von Kunststoffen einzeln separiert werden. In Handsortierstrecken sammeln Fachkräfte schließlich werthaltige Bauteile, wie Motoren, Transformatoren, Platinen oder Metallverbunde vom Förderband.

 

Auch die nach der Behandlung im QZ unbeschädigten Kondensatoren und Batterien liegen frei und können einfach separiert werden. Einzelne Kunststoffe können noch in der Halle in einer anschließenden Granulierstufe auf gewünschte Korngrößen zerkleinert werden.

 

Neben den Rohstoffen aus der eigenen Kupfermine hat sich so für das Bergbauunternehmen eine weitere Rohstoffquelle aufgetan. Das Endergebnis ist freilich dasselbe: Wo früher unter Tage Erze abgebaut wurden, legt heute der MeWa-Querstromzerspaner wertvolle Rohstoffe frei. „Urban Mining“ nennt die Fachwelt die systematische Gewinnung von Rohstoffen aus dem Recycling. Eine ureigene Aufgabe also für ein Bergbau-Unternehmen.

 

 

 

    Pressekontakt:

 

       Harald Pandl

     Tel. 0049-(0)7056-925-191

     Fax 0049-(0)7056-925-169

 

Harald.Pandl@mewa-
recycling.com

 

 

 

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