07. April 2010

Neue Maschine bereitet Stahldraht aus dem Reifenrecycling auf

Stahlputzer von MeWa löst Stahl und Gummi voneinander ab.

 

Etwa 3,5 Millionen Altreifen werden jedes Jahr in der Europäischen Union dem Recycling zugeführt. Daraus werden zu einem großen Teil Gummigranulate hergestellt. Reifen enthalten jedoch auch einen beträchtlichen Anteil an Stahldraht. Für diese Mengen hat MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH aus Gechingen jetzt den UNI-CUT® SP Stahlputzer entwickelt. Die Spezialmaschine befreit die Stahldrähte von anhaftenden Textil- und Gummiteilen und gewinnt das Metall auf diese Weise wieder vollständig und in höchster Qualität zurück.

 

Moderne Reifenrecyclinganlagen verarbeiten PKW- und LKW-Reifen komplett. Dieses Verfahren hat sich inzwischen als Stand der Technik durchgesetzt. Es ist wesentlich wirtschaftlicher Stahlanteile erst im Laufe des Aufbereitungsprozesses mit automatischer Trenntechnik zu separieren.

 

Immerhin 10 - 20 Prozent des Gewichts eines PKW-Altreifens bestehen gewöhnlich aus Stahl. Dieser ist in Form von Drähten eingearbeitet. Um die Maschinen in den nachfolgenden Prozessschritten vor zu großem Verschleiß zu schützen, wird versucht, den Draht zu einem möglichst frühen Zeitpunkt aus dem Prozess zu entfernen. Nach der Vorzerkleinerung folgt in aller Regel eine erste Granulierstufe, in der je nach Auslegung der Anlage ein Granulat in der Größe von 15 bis 30 Millimetern hergestellt wird. Bereits im Anschluss an diese Granulierung werden über eine Metallabscheidung große Anteile des Stahldrahtes aus dem Materialstrom gezogen.

 

Diese Fraktion liegt dann allerdings in einem sehr unsauberen Zustand vor. Mit den Drähten werden auch etwa 10 bis 35 Gewichtsprozente an Gummi und Textil ausgetragen. Dieser Anteil ist für die Verwertung in einem Stahlwerk zu hoch. MeWa hat sich dieser Fraktion jetzt gezielt angenommen. Mit dem neu entwickelten UNI-CUT® SP Stahlputzer gelingt es dem Recyclingspezialisten aus Gechingen, die Gummianhaftungen nahezu vollständig von den Drähten abzusondern. Durch eine Kombination aus Scher- und Druckkräften löst die Maschine den Materialverbund auf.

 

Der Stahlputzer vereint dabei die Vorteile einer verschleißarmen Mühle mit den dynamischen Eigenschaften eines Granulators. Ohne empfindliche Messer ausgestattet, reiben die auf der Rotorwelle montierten Werkzeuge das Gummi- und Stahlgemisch an der Statorwelle der Maschine voneinander ab und legen so die einzelnen Fraktionen frei.

 

Angeboten wird die Maschine als komplette Prozesslösung mit Zu- und Abförderung sowie angeschlossener Trenntechnik. Mit speziell ausgelegten Vibrationsrinnen und Magneten werden die freigelegten Draht-, Textil- und Gummifraktionen voneinander getrennt. Die gesamte Trennanlage ist gekapselt. So können freie Textilien über Lufttrennvorrichtungen ausgeblasen und über einen Filter eingefangen werden. Die schlüsselfertige MeWa-Linie ist darüber hinaus mit einer eigenen Steuerung ausgestattet.

 

Der Stahlputzer ist auf einen Durchsatz von etwa 1 Tonne pro Stunde ausgelegt. Am Ende liegt der Draht in einer Reinheit größer 98 Prozent in stahlwerkfähiger Qualität vor. Das Gummi kann anschließend wieder in die Reifenaufbereitungslinie zurückgeführt werden, wo es in weiteren Schritten von den restlichen Textilanhaftungen befreit und zu einem Granulat oder Feinmehl weiterverarbeitet wird.

 

 

 

    Pressekontakt:

 

       Harald Pandl

     Tel. 0049-(0)7056-925-191

     Fax 0049-(0)7056-925-169

 

Harald.Pandl@mewa-
recycling.de

 

 

 

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