07. November 2008
MeWa liefert komplette Recyclinganlage für Altreifen nach Kasachstan
Erstmals liefert MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH aus Gechingen eine komplette Reifenaufbereitungsanlage nach Kasachstan.
Mit der Anlagentechnologie aus Gechingen wird die Kazakhstan Rubber Recycling künftig ausgediente LKW- und PKW-Reifen zu Gummigranulat verarbeiten. „Unser Auftrag besteht darin, die Wertstoffe Gummi, Stahl und Textil aus den Altreifen herauszutrennen und wieder dem Rohstoffkreislauf zur Verfügung zu stellen“, erläutert MeWa-Geschäftsführer Ulrich Hink die Zielsetzung im Reifenrecycling.
Zu diesem Zweck konzipiert das Gechinger Unternehmen seit mehreren Jahren Aufbereitungsanlagen nach neuestem Stand der Technik mit Kunden rund um den Globus. Der vier Millionen Euro-Auftrag aus Kasachstan besteht aus einer Vorzerkleinerung mit anschließender Granulierlinie. Kernstück sind die eigens entwickelten Zerkleinerungsmaschinen, welche die Ingenieure sinnvoll kombinieren und mit aufwändiger Trenn- und Fördertechnik ergänzen.
Je nach Kundenanforderung entstehen am Ende handtellergroße Reifenstücke zur thermischen Verwertung, insbesondere aber Granulate in unterschiedlichen Größen bis hin zu Gummifeinmehl (Actimewa) für eine direkte Wiederverwendung in der Gummiindustrie.
Der Kunde in Kasachstan wird an seinem Standort in der Landeshauptstadt Astana künftig etwa 11.000 Tonnen der abgefahrenen Pneus pro Jahr recyceln und daraus ein Gummigranulat mit einer Größe von kleiner vier Millimetern herstellen. Dieses Produkt „ist dann vom Stahl- und Textilkord vollständig befreit und steht zur Weiterverarbeitung für zahlreiche Produkte bereit“ erläutert Ulrich Hink die Möglichkeiten.
In Kasachstan soll ein Großteil des aus den Altreifen gewonnenen Materials im Straßenbau eingesetzt werden. Die extremen Temperaturunterschiede von eisig kalten Wintern zu heißen Sommermonaten in dem eurasischen Land führen immer wieder zu großen Schäden an den Straßenbelägen. Das Granulat aus dem Recyclingprozess kann zum Ausgleich der Temperaturschwankungen direkt der Deckschicht im Asphalt beigemischt werden. Auch die Herstellung von Formpressteilen ist zukünftig geplant.



