26. August 2008

Startschuss für neue E-Schrott-Recyclinganlage in England

Die MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH aus Gechingen hat den Zuschlag für die Lieferung einer neuen Elektro- und Elektronik-Recyclinganlage nach England erhalten. Der Auftraggeber, das britische Logistik-Unternehmen Wincanton, wird in Kürze die vorbereitenden Baumaßnahmen abschließen. Die Auslieferung und Montage ist dann ab Oktober vorgesehen.

Erst im März 2008 hatte der britische Entsorgungsdienstleister Wincanton das Genehmigungsverfahren für die Aufbereitungsanlage für Elektro- und Elektronikschrott in England eingereicht. Jetzt ist die Bewilligung für die Aufbereitung von 100.000 Tonnen jährlich an alten Haushaltsgeräten, Computern oder Unterhaltungselektronik erteilt worden.

Wenn die kürzlich begonnenen Bauarbeiten für den Bürokomplex und die Aufbereitungshalle am Standort in den englischen Midlands fortgeschritten sind, wird das Gechinger Unternehmen MeWa Recycling eine vollautomatische Recyclinganlage in die Halle integrieren. „Das besondere an dem Betrieb wird sein, dass nur noch eine Maschine benötigt wird, um die Elektro- und Elektronikgeräte zu zerlegen“, erläutert MeWa- Geschäftsführer Helmut Oberguggenberger die künftigen Vorzüge der hochmodernen Entsorgungsstätte.

Die komplette Zerkleinerungsarbeit übernimmt der patentierte Querstromzerspaner QZ 2500 HD des Gechinger Anlagenbauers. In weiteren Verfahrensschritten werden die verschiedensten Metallsorten, Platinen, Kabel und Batterien, hochwertigen Kunststoffe sowie auch kleine Magneten vollautomatisch aussortiert. „Nur noch vier bis sechs Mitarbeiter pro Schicht werden sich um den Betriebsablauf kümmern und die reibungslose Verarbeitung von stündlich zehn Tonnen Inputmaterial sicherstellen“, unterstreicht Helmut Oberguggenberger die Effizienz der Anlage.

Erst vor zwei Jahren hat der europaweit agierende Wincanton-Konzern eine MeWa-Recyclinganlage in Englands Norden in Betrieb genommen. Sie war bereits im Hinblick auf die Vorgaben der EU zur vollständigen Aufbereitung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE-Direktive) ausgelegt. Diese wird seit 01. Juli 2007 auch in England umgesetzt.

„Seit dem Beginn der EU-Direktive hat Wincanton eine Vorreiterrolle übernommen und verwendet die branchenweit führende Aufbereitungs- und Anlagentechnologie“, stellen die Wincanton-Geschäftsführer Euan Jackson und Gordon Scott die Zusammenarbeit mit MeWa Recycling heraus. Besonders die Zuverlässigkeit und der effiziente Betrieb der bereits installierten Anlage bewegten die Briten zur erneuten Kooperation mit dem schwäbischen Anlagenbauer.

Die neue Anlage in Daventry / Northamptonshire wird die aktuellen Kapazitäten des Entsorgungsdienstleisters in diesem Segment verdoppeln. Dies bedeutet auch eine weitere Stärkung, um künftig den kompletten Recyclingprozess von der Sammlung, Sortierung und Aufbereitung englandweit anbieten zu können. „Mit dieser zweiten Anlage werden wir die von der Gesetzgebung betroffenen Geräteherstellern weiter unterstützen, ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht zu werden“, sind sich die Wincanton-Manager sicher.

Der Beginn für Lieferung und Montage der Anlagentechnik ist für Oktober 2008 vorgesehen. Die Aufnahme des vollständigen Betriebs der Anlage mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 5 Millionen britischen Pfund (6,3 Millionen Euro) strebt Wincanton für Anfang des kommenden Jahres an.

   

 

 

 

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